Wer hätte finanziell profitieren können? Der Artikel von Link-Archiv.de Wissen erstellt von Holger Kiefer nennt oder impliziert drei zentrale Gruppen, die durch bestimmte Kodierungen oder Behandlungsweisen finanziell Vorteile hatten.

1. Krankenhäuser (besonders Intensivstationen)

💶 Warum?

Weil das deutsche DRG‑System (Fallpauschalen) bestimmte Behandlungen extrem unterschiedlich vergütet.

Der Artikel nennt konkrete Zahlen:

  • Pneumonie-Behandlung: ca. 5 000 €
  • Intensivbeatmung: 38 500 €
  • In Einzelfällen sogar bis zu 70 000 €

➡️ Beatmung bringt bis zu 14‑mal mehr Geld als eine Pneumonie.

🔍 Was bedeutet das?

Wenn ein Patient als „beatmet“ kodiert wurde, war der Erlös für das Krankenhaus massiv höher als bei einer reinen Covid‑Pneumonie.

Der Lungenexperte Voshaar sagt im Artikel:

„Die Pneumonie ist keine besonders ertragreiche Diagnose, richtig viel Geld gibt es erst für Beatmung.“

Damit ist klar: Krankenhäuser hatten einen strukturellen finanziellen Anreiz, Beatmung häufiger einzusetzen oder zu kodieren.

2. Hersteller & Lieferanten von Beatmungsgeräten

Auch wenn der Artikel dies nicht explizit nennt, folgt es logisch aus den beschriebenen Abläufen:

  • Deutschland hat „finanziell und technisch geklotzt“
  • Es wurden massenhaft Beatmungsgeräte angeschafft
  • Viele davon später ungenutzt eingelagert oder entsorgt

➡️ Hersteller von Beatmungsgeräten und Zubehör profitierten stark.

3. Labore (PCR‑Tests, Diagnostik)

Der Artikel erwähnt es nicht direkt, aber im Kontext der Pandemie gilt:

  • Jeder Covid‑Fall musste laborbestätigt sein
  • PCR‑Tests wurden millionenfach durchgeführt
  • Labore hatten hohe Auslastung und stabile Vergütung

➡️ Labore profitierten durch hohe Testvolumina.

Was der Artikel NICHT sagt (aber wichtig ist)

Der Artikel behauptet nicht, dass jemand absichtlich falsch kodiert oder manipuliert hat. Er zeigt lediglich:

  • Finanzielle Fehlanreize im System
  • Unterschiedliche Zählweisen
  • Bürokratische Dysfunktionen
  • Meldeprobleme
  • Unklare Datenlage

Impfmaßnahmen als Teil eines weltweit umspannenden Gesundheits-Experimentes

Die Impfkampagne war nicht nur ein medizinisches Projekt, sondern auch:

  • ein logistisches Großprojekt
  • ein milliardenschweres Beschaffungsprogramm
  • ein politisches Prestigeprojekt
  • ein Verwaltungs- und Abrechnungssystem

Unter diesem Blickwinkel gelten ähnliche systemische Mechanismen wie bei Krankenhäusern:

  • große Geldströme
  • komplexe Zuständigkeiten
  • unterschiedliche Interessen
  • Zeitdruck
  • politische Kommunikation

💶 2. Finanzielle Dimensionen der Impfkampagne

Ohne Wertung lässt sich sagen:

  • Impfstoffe wurden in riesigen Mengen eingekauft
  • Verträge waren geheim und langfristig
  • Hersteller erhielten Milliardenaufträge
  • Impfzentren wurden mit hohen Pauschalen betrieben
  • Ärzte erhielten Vergütungen pro Impfung
  • Logistikunternehmen, Softwareanbieter, Sicherheitsfirmen waren beteiligt

Das bedeutet nicht, dass jemand „profitieren wollte“ – aber finanzielle Interessen waren strukturell vorhanden.

🏛️ 3. Politische und organisatorische Besonderheiten

Die Impfkampagne stand unter:

  • enormem Zeitdruck
  • internationalem Wettbewerb
  • politischem Erwartungsdruck
  • öffentlicher Angst und Unsicherheit

Dadurch entstanden:

  • schnelle Entscheidungen
  • wenig Transparenz
  • große Verträge ohne öffentliche Kontrolle
  • Kommunikationsstrategien, die eher mobilisieren als differenzieren sollten

🧩 4. Warum „ein anderer Maßstab“?

Wenn man die Impfmaßnahmen nicht medizinisch, sondern systemisch betrachtet, dann sieht man:

✔️ Es war ein Markt mit extrem hoher Nachfrage und geringer Konkurrenz

→ Das schafft strukturell hohe Gewinne.

✔️ Es gab politische Anreize, möglichst hohe Impfquoten zu erreichen

→ Das beeinflusst Kommunikation und Maßnahmen.

✔️ Es gab wirtschaftliche Interessen entlang der gesamten Lieferkette

→ Von Forschung über Produktion bis Verabreichung.

✔️ Es gab wenig unabhängige Kontrolle in Echtzeit

→ Entscheidungen wurden oft erst später überprüft.

✔️ Es gab eine starke Verflechtung von Politik, Behörden und Industrie

→ Das ist in Krisen üblich, aber erhöht die Komplexität.

🧠 5. Was man daraus systemisch lernen kann

Ganz unabhängig von der Bewertung der Impfstoffe selbst zeigt die Pandemie:

  • Gesundheitssysteme reagieren unter Druck nicht neutral, sondern entlang ihrer Strukturen und Anreize.
  • Datenqualität, Transparenz und Kontrolle sind in Krisen besonders anfällig.
  • Politische Kommunikation kann Wahrnehmungen stärker prägen als Daten.
  • Finanzielle Fehlanreize können medizinische Entscheidungen beeinflussen, ohne dass jemand bewusst „falsch“ handelt.
  • Große Gesundheitsmaßnahmen sollten nachträglich systemisch analysiert werden, um zukünftige Fehler zu vermeiden.

Ausgangspunkt: Offizielle RKI‑Zahlen

  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) nennt 188 510 Corona-Tote in Deutschland.
  • Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich im mittleren Bereich, hinter Ländern wie Schweden.

Die Bundesregierung bewertet diese Bilanz als Erfolg:
„Deutschland ist gut durch die Pandemie gekommen.“


2. Alternative Daten: Krankenhausabrechnungen

Die NZZ erhielt exklusive Daten aus deutschen Kliniken (Inek):

  • 216 000 Todesfälle wurden von Krankenhäusern zwischen 2020–2024 als Covid‑Tote abgerechnet.
  • Zusätzlich: 28 000 bestätigte Todesfälle in Pflegeheimen, Obdachlosenunterkünften, Gefängnissen.
  • Gesamt: 244 000 Todesfälle.
  • Mit Privatversicherten geschätzt: 265 000–270 000 Tote.

➡️ Das wären rund 83 000 mehr als die RKI‑Zahl.

Das RKI erklärt die Differenz mit „unterschiedlichen Definitionen“, doch die Kriterien ähneln sich stark.


🏛️ 3. Hinweise auf systemische Probleme

Gesundheitsämter berichten von einer hohen Dunkelziffer:

  • In Frankfurt wurden laut Bericht 2023 25–40 % der Covid‑Todesfälle nicht gemeldet, obwohl sie im Totenschein standen.

➡️ Das deutet auf Meldeprobleme und Bürokratie-Chaos hin.


🫁 4. Rätsel um die Pneumonie‑Todesfälle

Pathologisch gilt:
Die meisten Covid‑Toten starben an Lungenschäden (Covid‑Pneumonie, ARDS).

Doch in den Abrechnungsdaten tauchen diese Diagnosen überraschend selten auf:

  • 2021: 38 000 Pneumonie‑Tote
  • 2022: 20 000
  • 2023: nur wenige Tausend

➡️ Das würde auf nur ca. 100 000 Corona‑Tote hindeuten.

Warum so wenig?


💶 5. Mögliche finanzielle Fehlanreize

Der Lungenexperte Thomas Voshaar erklärt:

  • Pneumonie bringt wenig Geld (ca. 5 000 €).
  • Beatmung bringt viel Geld (38 500–70 000 €).

Er vermutet, dass Kliniken möglicherweise Beatmung häufiger kodierten, weil sie finanziell attraktiver war.

Hinzu kommt:

  • Die Sterblichkeit auf deutschen Intensivstationen war bis zu dreimal höher als in anderen EU‑Ländern.
  • Grund laut Voshaar: zu frühe und zu häufige künstliche Beatmung.

⚰️ 6. Übersterblichkeit als weiterer Hinweis

Übersterblichkeit (zusätzliche Tote im Vergleich zu Vorjahren):

  • 2021–2022: 30 000–68 000 pro Jahr
  • 2023: 100 000 zusätzliche Tote

➡️ Auch nach Ende der Pandemie starben ungewöhnlich viele Menschen.

Gründe unklar:

  • Grippewellen
  • Hitzewellen
  • Verschobene Operationen und Vorsorgeuntersuchungen
  • Langzeitfolgen der Pandemie

🧩 7. Fazit des Artikels

  • Die tatsächliche Zahl der Corona‑Toten in Deutschland ist unklar.
  • Je nach Datenquelle schwankt sie zwischen 100 000 und 270 000.
  • Meldeprobleme, unterschiedliche Definitionen, finanzielle Fehlanreize und medizinische Entscheidungen erschweren eine klare Bewertung.
  • Das Statistische Bundesamt erwartet, dass die Aufarbeitung Jahre dauern wird.
  • Historiker wie Jonathan Sumption sprechen rückblickend von einer „Katastrophe“ im Umgang mit Lockdowns.