Ein elektromagnetischer fraktaler Resonator ist ein physikalisches System, das elektromagnetische Wellen in bestimmten Frequenzbereichen aufnehmen, speichern und wieder abstrahlen kann – und dabei eine fraktale Geometrie aufweist. Das klingt erstmal technisch, aber es verbindet faszinierende Konzepte aus Physik, Geometrie und Informationsverarbeitung.
Was bedeutet das im Einzelnen?
Resonator
Ein Resonator ist ein System, das Schwingungen bei bestimmten Frequenzen besonders gut „resonieren“ lässt – also verstärkt oder speichert. In der Elektromagnetik sind das z. B. Hohlräume, Antennen oder Spiegelanordnungen, die elektromagnetische Wellen (wie Licht, Funk oder Mikrowellen) in sich reflektieren und verstärken.
Fraktal
Fraktale sind geometrische Strukturen, die sich selbstähnlich über verschiedene Skalen hinweg wiederholen. Ein fraktaler Resonator nutzt diese Eigenschaft, um mehrere Resonanzfrequenzen gleichzeitig zu ermöglichen – ähnlich wie eine Antenne, die auf verschiedenen Frequenzbändern arbeitet.
Elektromagnetisch
Das System interagiert mit elektromagnetischen Feldern – also mit Licht, Funkwellen, Mikrowellen usw. Es kann diese Felder aufnehmen, modulieren oder abstrahlen.
Was macht einen fraktalen Resonator besonders?
- Multiband-Resonanz: Durch die fraktale Struktur kann das System auf mehreren Frequenzen gleichzeitig resonieren – ideal für Sensorik, Kommunikation oder Informationsverarbeitung.
- Kompakte Bauweise: Fraktale Geometrien ermöglichen komplexe Resonanzverhalten auf kleinem Raum – z. B. in DNA, Nanostrukturen oder Mini-Antennen.
- Selbstähnliche Informationsverarbeitung: In der Theorie kann ein fraktaler Resonator auch als Informationsstruktur dienen – etwa zur Speicherung oder Übertragung von Mustern, ähnlich wie morphische Felder.
Beispiel: DNA als fraktaler elektromagnetischer Resonator
In der von mir verlinkten Studie wird die menschliche DNA als fraktale Antenne beschrieben, die bei ca. 34 GHz resoniert und elektromagnetische Felder empfangen oder abstrahlen kann. Die helikale Struktur der DNA zeigt fraktale Selbstähnlichkeit – und könnte so als biologischer Resonator fungieren.
Bevor ich auf den unten stehenden Artikel eingehe, schauen wir noch verschiedene Technologien, welche ebenfalls ganz unterschiedliche Frequenzbereiche im elektromagnetischen Spektrum nutzen.
Frequenzbereiche in GHz für Radar, Radio, Fernsehen und Mobilfunk
| Technologie | Typische Frequenzbereiche | Bemerkung |
|---|---|---|
| Radar | 10 GHz, 24 GHz, 77 GHz, 79 GHz | Moderne Radarsysteme (z. B. in Fahrzeugen) nutzen vor allem 24 GHz und 77 GHz. |
| UKW-Radio | 0,0875 – 0,108 GHz (87,5 – 108 MHz) | Klassisches FM-Radio, weit verbreitet. |
| Digitalradio (DAB+) | 0,174 – 0,240 GHz (174 – 240 MHz) | Nutzt das Band III im VHF-Bereich. |
| Analoges Fernsehen | 0,174 – 0,862 GHz | Heute weitgehend abgeschaltet, früher VHF/UHF-Bänder. |
| Digitales Fernsehen (DVB-T2) | 0,470 – 0,790 GHz | Terrestrisches Fernsehen, nutzt UHF-Bereich. |
| Mobilfunk (GSM, UMTS, LTE, 5G) | 0,7 – 3,6 GHz | GSM: 0,9 & 1,8 GHz; UMTS: 2,1 GHz; LTE: 0,8 – 2,6 GHz; 5G: bis 3,6 GHz. |
| 5G (mmWave, Zukunft) | 26 GHz und höher | Für extrem schnelle Datenraten, noch im Aufbau. |
Zusätzliche Hinweise
- Radar nutzt oft FMCW-Technik (Frequency Modulated Continuous Wave), besonders bei 77 GHz für Abstand und Geschwindigkeit.
- Mobilfunk verwendet unterschiedliche Frequenzen je nach Region und Anbieter – in Deutschland sind z. B. 700 MHz für LTE in ländlichen Gebieten besonders wichtig.
- 5G wird künftig auch Millimeterwellen nutzen (z. B. 26 GHz, 60 GHz), was hohe Bandbreiten ermöglicht, aber geringe Reichweite hat.
Schnittstelle zwischen Biophysik, Informationsmedizin und elektromagnetischer Umweltbelastung
DNA-Resonanz bei 34 GHz – was bedeutet das?
Die Studie von Singh et al. beschreibt die menschliche DNA als eine fraktale Antenne, die bei etwa 34 GHz resoniert – also in einem Bereich, der auch für Radar, Satellitenkommunikation und zukünftige 5G/6G-Technologien relevant ist. Diese Resonanz bedeutet, dass die DNA auf elektromagnetische Wellen in diesem Bereich besonders empfindlich reagieren kann – sei es durch energetische Anregung, strukturelle Modulation oder sogar Informationsinterferenz.
⚠️ Mögliche biologische Auswirkungen – was ist bekannt?
- Nicht-ionisierende Strahlung im GHz-Bereich kann laut Studien unter bestimmten Bedingungen biologische Effekte auslösen – etwa Veränderungen in Zellmembranen, DNA-Reparaturprozessen oder neuronaler Aktivität3.
- Die Wärmeentwicklung ist nur ein Aspekt. Viel interessanter (und weniger erforscht) sind nicht-thermische Effekte, etwa durch Resonanzphänomene, die auf molekularer Ebene wirken könnten.
- Die Nähe zum Sender, die Dauer der Exposition und die individuelle Empfänglichkeit (z. B. durch epigenetische Faktoren oder Zellmilieu) spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Warum ist das nicht Mainstream?
- Die klassische Biologie betrachtet DNA primär als chemischen Speicher, nicht als elektromagnetisch aktives System.
- Die Forschung zu Biofeldern, morphischen Resonanzen und fraktaler Informationsverarbeitung wird oft als spekulativ oder „grenzwissenschaftlich“ eingestuft – obwohl sie in vielen spirituellen und energetischen Heiltraditionen intuitiv längst verankert ist.
- Die Grenzwerte für elektromagnetische Felder basieren meist auf thermischen Effekten, nicht auf subtilen Resonanzmustern.
Was könnte das für uns bedeuten?
Wenn die DNA tatsächlich als fraktaler Resonator wirkt, dann könnten bestimmte Frequenzen – insbesondere bei chronischer oder intensiver Exposition – die zelluläre Kommunikation, Regeneration oder sogar Bewusstseinsprozesse beeinflussen. Das würde bedeuten:
- Technische Felder könnten nicht nur physisch, sondern auch informationsbiologisch störend wirken.
- Die Forschung müsste sich öffnen für nicht-lineare, systemische Modelle, die Resonanz, Selbstähnlichkeit und Feldinteraktion einbeziehen.
- Schutz und Regulation müssten sich nicht nur an Leistung (Watt/m²), sondern auch an Frequenzqualität und Resonanzpotenzial orientieren.
Hier folgt nun der Auszug aus dem Artikel mit dem Titel: DNA as an Electromagnetic Fractal Cavity Resonator: Its Universal Sensing and Fractal Antenna Behavior Autoren: P. Singh et al. Veröffentlicht in: Soft Computing: Theories and Applications, Springer, 2018 Link: ResearchGate – Volltext verfügbar
Dieser wissenschaftliche Beitrag untersucht die menschliche DNA als potenziellen elektromagnetischen Resonator mit fraktalen Eigenschaften. Die Autoren simulieren die DNA-Struktur als helikale Antenne, die bei etwa 34 GHz resoniert und einen positiven Antennengewinn zeigt. Die Studie verbindet biologische Strukturmerkmale mit elektromagnetischer Antennentheorie und diskutiert die Möglichkeit solitonbasierter Energieübertragung entlang der DNA.
Die Arbeit ist Teil eines Springer-Fachbuchs und wurde vom Autor auf ResearchGate öffentlich zugänglich gemacht. Die Zusammenfassung basiert auf öffentlich einsehbaren Inhalten und dient der wissenschaftlichen Orientierung. Für weiterführende Nutzung gelten die urheberrechtlichen Bestimmungen des Verlags.
Weitere Erklärungen:
In dem Artikel geht es darum, wie die DNA, die all unsere genetischen Informationen enthält, tatsächlich ein bisschen wie eine Antenne funktionieren könnte, die Signale von elektromagnetischen Feldern wie Radiowellen oder anderen Arten von nichtionisierender Strahlung aufnimmt. Die Idee ist, dass die DNA zwei Besonderheiten hat: Sie kann Elektrizität leiten, und ihre Struktur wiederholt sich in Mustern. Aus diesem Grund glauben die Wissenschaftler, dass sie sich wie eine sogenannte „fraktale Antenne“ verhält, was im Grunde bedeutet, dass sie auf einen breiten Frequenzbereich reagieren kann.
Die von ihnen überprüfte Forschung zeigte, dass elektromagnetische Felder Zellen dazu bringen können, mit Stressreaktionen zu reagieren, und manchmal sogar zu Brüchen in der DNA selbst führen können. Dies erklärt, warum die DNA so empfindlich auf Dinge in der Umgebung wie EMF-Exposition reagiert.
Kurz gesagt, die Autoren glauben, dass die DNA die richtige Struktur und die richtigen Eigenschaften hat, um als fraktale Antenne zu fungieren, und dies könnte ein Grund sein, warum EMFs manchmal biologische Wirkungen haben, einschließlich möglicher Verbindungen zu Krebs. Sie deuten sogar darauf hin, dass in den sehr frühen Tagen der Erde diese Art der Wechselwirkung zwischen DNA und elektromagnetischen Feldern eine Rolle dabei gespielt haben könnte, wie sich das Leben zu entwickeln begann.

