Übersicht über wissenschaftliche Erkenntnisse zur potenziellen Ototoxizität und anderen Risiken des Antibiotikums Neomycin. Sie basiert auf öffentlich zugänglichen Studien und Fachquellen, darunter Daten der FDA, PubMed Central und medizinischer Fachliteratur.

Die Inhalte dienen ausschließlich der Information und Aufklärung. Sie stellen keine medizinische Beratung dar und ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes oder Apothekers.

„NEOMYCIN… Der toxische Impfstoffzusatz, der bei 57 % der Geimpften bleibende Taubheit verursacht.
Innerhalb von 48 Stunden nach der Injektion lähmt und schädigt dieses Gift die Nerven des Innenohrs.
Das verschafft Einnahmen für Hörgeräte und Implantate.
Neomycin ist neben Grippeimpfstoffen in acht weiteren Impfstoffen enthalten…

Warum es in Impfstoffen steckt:
Antibiotika wie Neomycin und Kanamycin werden zugesetzt, um das Wachstum von Bakterien zu stoppen und eine Kontamination des Impfstoffs zu verhindern. Impfstoffe benötigen ein Nährmedium, um das zu impfende Virus zu vermehren – sei es aus menschlichen oder tierischen Organen gewonnen. Ohne Antibiotika würden sich in diesem Medium schnell tödliche Bakterien bilden.

Neomycin trägt eine „Black-Box-Warnung“:
Dies ist die stärkste Gefahrenkennzeichnung, die ein Arzneimittel-Beipackzettel tragen kann, bevor es wegen Unethik und Toxizität vom Markt genommen wird. Die Warnhinweise lauten:

SYSTEMISCHE AUFNAHME VON NEOMYCIN TRETET AUF, WAS ZU TOXISCHEN REAKTIONEN FÜHRT. NEUROTOXIZITÄT (EINSCHLIEßLICH OTOTOXIZITÄT) UND NEPHROTOXIZITÄT NACH ANWENDUNG VON NEOMYCIN WURDEN BERICHTET, SELBST BEI EMPFOHLENER DOSIERUNG. Ausgeprägte, irreversible Taubheit, Hörverlust und Tinnitus wurden nach Neomycin-Einsatz gemeldet. Chronisches Nierenversagen und chronische Nierenerkrankung wurden ebenfalls berichtet.

Enthalten in folgenden Impfstoffen:

  • Influenza (7 von 9 Präparaten)
  • DTaP-Impfstoff
  • TDaP-Impfstoff
  • Hepatitis-A-Impfstoff
  • MMR-Impfstoff
  • Tollwut-Impfstoff
  • Pockenimpfstoff
  • Varizellen-Impfstoff
  • Affenpocken-Impfstoff
  • IPV (inaktivierter Polio-Impfstoff)

Topisches Neomycin bei Infektionen:
In Fachliteratur und Beipackzetteln wird gewarnt, dass bei Anwendung über 10 Tage das Risiko für bleibenden Hörverlust, Tinnitus und Taubheit steigt. Selbst äußerlich verabreichtes Neomycin und Kanamycin kann Hör- und Nierenschäden verursachen, auch wenn es genau nach Vorschrift angewendet wird.

Zunahme von Ototoxizität (Hörverlust) und Mittelohrentzündungen:

  • Der Hörverlust bei Kindern hat sich seit 1990 verdoppelt.
  • Mittelohrentzündungen betreffen inzwischen 75 % aller Kinder unter 3 Jahren.
  • 1 von 4 Erwachsenen leidet an chronischem Tinnitus – so stark, dass das Hörvermögen um 53 % eingeschränkt ist.
  • Bei 1 von 2 Erwachsenen über 60 Jahren liegt ein signifikanter, bleibender Hörverlust vor.
  • Diagnosen von chronischem Schwindel bei Erwachsenen sind um 79 % gestiegen.
  • Bis 2022 wurden weltweit 1 Million Cochlea-Implantate eingesetzt.
  • Der US-Markt für Hörgeräte hatte 2024 einen Wert von 5 Milliarden US-Dollar, mit starkem Zuwachs bei Kinder- und Erwachsenen-Modellen.

Wenn Sie oder ein Angehöriger durch einen Impfstoff hörgeschädigt wurden, kann ein entsprechendes Entgiftungsprotokoll Ihre Beschwerden womöglich lindern oder verbessern.

👇Neomycin Causes Hearing Loss In 57%👇

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10610175

Die wissenschaftliche Übersichtsarbeit mit der PMC-ID PMC10610175
bietet eine umfassende Analyse zur Ototoxizität von Aminoglykosiden bei Kindern. Sie beleuchtet die biologischen Mechanismen, Risikofaktoren, klinischen Anwendungen und Präventionsstrategien – mit besonderem Fokus auf die irreversible Schädigung des Gehörs.

Kernaussagen und Erkenntnisse

🔬 1. Mechanismen der Ototoxizität

  • Aminoglykoside (z. B. Gentamicin, Neomycin, Streptomycin) dringen über die Blut-Labyrinth-Schranke in das Innenohr ein.
  • Sie gelangen über sogenannte MET-Kanäle (Mechanoelektrische Transduktionskanäle) in die Haarzellen der Cochlea.
  • Dort verursachen sie oxidativen Stress, Störungen der Kaliumkanäle, Mitochondrienschäden und Zelltod.
  • Besonders betroffen sind die Haarzellen für hohe Frequenzen – was zu Tinnitus und Hörverlust führt.

⚠️ 2. Risikofaktoren

  • Neomycin gilt als besonders toxisch.
  • Gentamicin, Kanamycin, Tobramycin: mittlere Toxizität.
  • Amikacin, Netilmicin: vergleichsweise geringes Risiko.
  • Streptomycin: stark vestibulotoxisch (Schwindel, Gleichgewichtsstörungen).
  • Wiederholte Therapien, hohe Dosen, Kombination mit anderen Medikamenten (z. B. Cisplatin, Furosemid) erhöhen das Risiko.

🧬 3. Genetische Prädisposition

  • Mutation m.1555A>G in der mitochondrialen 12S-rRNA erhöht die Empfindlichkeit gegenüber Aminoglykosiden drastisch.
  • Diese Mutation kommt weltweit vor, besonders häufig in asiatischen und mediterranen Populationen.
  • Genetisches Screening könnte helfen, Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren.

🩺 4. Klinische Anwendung

  • Aminoglykoside werden bei schweren Infektionen eingesetzt: Sepsis, Tuberkulose, Harnwegsinfekte, Mukoviszidose.
  • Besonders bei Neugeborenen und immungeschwächten Kindern sind sie oft Teil der Ersttherapie.
  • Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) und Populations-Pharmakokinetik (PopPK) werden empfohlen, um die Dosis individuell anzupassen.

🛡️ 5. Prävention

  • Audiometrie vor, während und nach der Therapie
  • Vermeidung unnötiger Kombinationstherapien
  • Verkürzung der Therapiedauer
  • Entwicklung von PBPK-Modellen zur besseren Vorhersage der Wirkstoffkonzentration im Innenohr

📊 Tabelle: Toxizitätsprofil ausgewählter Aminoglykoside

AntibiotikumCochleotoxischVestibulotoxischBemerkung
NeomycinSehr hochGeringBesonders gefährlich
GentamicinMittelHochGleichgewichtsstörungen häufig
StreptomycinGeringSehr hochStark vestibulotoxisch
TobramycinMittelMittelKombinierte Toxizität
AmikacinHochNicht toxischRelativ sicher
NetilmicinHochHochSelten verwendet

🧭 Fazit

Die Studie zeigt eindrücklich, dass Aminoglykoside bei Kindern lebensrettend, aber auch potenziell hörschädigend sind. Eine sorgfältige Abwägung, individuelle Dosierung und regelmäßige Kontrolle sind entscheidend, um irreversible Schäden zu vermeiden.

👇Tinnitus & Vertigo From Aminoglycosides👇

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8669239

Aminoglykoside und Glykopeptide Antibiotika

Der Artikel PMC8669239 ist eine systematische Übersichtsarbeit zur Ototoxizität (Hörschädigung) durch Aminoglykoside und Glykopeptide bei Kindern. Die Studie analysiert 30 wissenschaftliche Arbeiten mit über 6000 pädiatrischen Patienten und liefert wichtige Erkenntnisse und Warnhinweise zur Anwendung dieser Antibiotika.

🧪 Hintergrund: Was sind Aminoglykoside und Glykopeptide?

AntibiotikagruppeBeispieleZielbakterien
AminoglykosideGentamicin, Amikacin, Tobramycin, Streptomycinv. a. gramnegative Bakterien
GlykopeptideVancomycin, Teicoplaningrampositive Bakterien (z. B. MRSA)

Diese Antibiotika werden häufig bei schweren Infektionen eingesetzt – etwa bei Mukoviszidose, Tuberkulose oder während Krebstherapien.

⚠️ Erkenntnisse zur Ototoxizität

📉 Häufigkeit von Hörverlust

  • Aminoglykoside: Hörverlust bei 0 % bis 57 % der behandelten Kinder
  • Glykopeptide (v. a. Vancomycin): Hörverlust bei 54 % bis 55 %
  • Tinnitus: 0 % bis 53 %
  • Schwindel (Vertigo): 0 % bis 79 %

🧠 Mechanismus der Schädigung

  • Zerstörung von Haarzellen im Innenohr durch oxidative Zellschädigung
  • Gentamicin besonders ototoxisch; Amikacin und Netilmicin gelten als weniger toxisch
  • Vancomycin-bedingte Ototoxizität ist seltener, aber nicht ausgeschlossen

🧬 Risikofaktoren

  • Kombination mit anderen ototoxischen Medikamenten:
    • Cisplatin, Furosemid, andere Antibiotika
  • Frühzeitige Gabe bei Meningitis erhöht Risiko
  • Chronische Nierenerkrankungen können das Risiko verstärken
  • Häufige und hochdosierte Anwendungen, z. B. bei Mukoviszidose

📌 Klinische Empfehlungen

  • Regelmäßige Hörtests bei Kindern unter Aminoglykosid-/Glykopeptid-Therapie
  • Besondere Vorsicht bei Kombinationstherapien
  • Therapeutisches Drug Monitoring zur Vermeidung toxischer Konzentrationen
  • Frühzeitige Erkennung von Tinnitus und Schwindel durch gezielte Befragung

🧭 Fazit

Die Studie warnt eindringlich vor der möglichen irreversiblen Hörschädigung durch diese Antibiotikagruppen – insbesondere bei Kindern. Sie fordert:

  • mehr Forschung
  • standardisierte Testverfahren
  • bewusste Risikoabwägung im klinischen Alltag

Kompakte Übersicht der sichersten und gefährlichsten Substanzen aus der Studie zur Ototoxizität bei Kindern

Übersicht: Ototoxisches Risiko von Antibiotika bei Kindern

SubstanzGruppeOtotoxisches RisikoBemerkungen
GentamicinAminoglykosidHochHäufig mit bleibendem Hörverlust verbunden
StreptomycinAminoglykosidHochBesonders vestibulär-toxisch (Gleichgewichtsstörungen)
TobramycinAminoglykosidMittel bis hochRisiko steigt bei Dauertherapie (z. B. Mukoviszidose)
AmikacinAminoglykosidMittelGilt als weniger ototoxisch als Gentamicin
NetilmicinAminoglykosidNiedrig bis mittelRelativ sicher, aber selten verwendet
VancomycinGlykopeptidMittelOtotoxizität möglich, v. a. bei Kombination mit anderen Medikamenten
TeicoplaninGlykopeptidNiedrigGeringes Risiko, aber weniger Daten verfügbar

🧭 Empfehlungen aus der Studie

  • Amikacin und Netilmicin gelten als die sichersten Aminoglykoside.
  • Gentamicin und Streptomycin sind die gefährlichsten in Bezug auf Hör- und Gleichgewichtsschäden.
  • Vancomycin sollte bei Kindern mit Vorsicht und Monitoring eingesetzt werden, besonders bei Kombinationstherapien.

Basierend auf der Studienlage und ergänzenden Quellen lassen sich einige sinnvolle Alternativen zu Aminoglykosiden und Glykopeptiden identifizieren – insbesondere für die Behandlung schwerer bakterieller Infektionen bei Kindern, bei denen das Risiko einer Ototoxizität vermieden werden soll.

✅ Übersicht: Alternativen mit geringem ototoxischem Risiko

Alternative SubstanzGruppeEinsatzgebietVorteile
CeftriaxonCephalosporin (3. Gen.)Breitspektrum, Meningitis, SepsisGute Verträglichkeit, keine Ototoxizität
CefotaximCephalosporin (3. Gen.)Pneumonie, Harnwegsinfekte, MeningitisSicher bei Kindern, gut dokumentiert
MeropenemCarbapenemSchwerste Infektionen, multiresistente KeimeSehr wirksam, geringes Toxizitätsprofil
Piperacillin/TazobactamPenicillin + β-Lactamase-InhibitorSepsis, intraabdominelle InfektionenBreites Spektrum, gut verträglich
LinezolidOxazolidinonMRSA, VREAlternative zu Vancomycin, keine Ototoxizität
ClindamycinLincosamidHautinfektionen, KnocheninfektionenGute Gewebegängigkeit, keine Hörschäden
AzithromycinMakrolidAtemwegsinfekte, atypische ErregerOral verfügbar, gut verträglich
LevofloxacinFluorchinolonAtemwegs- und HarnwegsinfekteReserveantibiotikum, bei Kindern mit Vorsicht

⚠️ Hinweise zur Anwendung

  • Cephalosporine sind oft die erste Wahl bei Kindern mit schweren Infektionen und gelten als sicher und effektiv.
  • Carbapeneme wie Meropenem sind Reserveantibiotika für multiresistente Erreger.
  • Linezolid ist eine gute Alternative zu Vancomycin bei MRSA/VRE, allerdings teuer und mit anderen Nebenwirkungen (z. B. Knochenmarktoxizität bei Langzeitgabe).
  • Makrolide und Fluorchinolone sollten bei Kindern nur gezielt und unter strenger Indikation eingesetzt werden.

🧭 Fazit

Die Wahl eines Alternativ-Antibiotikums hängt stark vom Erreger, der Infektionsart, dem Alter des Kindes und möglichen Vorerkrankungen ab. Ziel ist es, eine wirksame Therapie ohne ototoxisches Risiko zu ermöglichen.

Nicht alle Kinderärzte sind umfassend über die Ototoxizität von Antibiotika informiert

Was sagen Fachquellen?

Laut einer Übersicht zur Ototoxizität von Aminoglykosiden und dem DocCheck Flexikon:

  • Ototoxische Schäden durch Antibiotika wie Gentamicin, Streptomycin oder Vancomycin sind häufig unterdiagnostiziert.
  • Hörverluste treten oft verzögert oder schleichend auf und werden nicht immer mit der Medikation in Verbindung gebracht.
  • Es gibt keine flächendeckende Routine für Gehörtests bei Kindern unter Antibiotikatherapie.
  • Die Aufklärungspflicht über mögliche Hörschäden wird in der Praxis nicht immer konsequent umgesetzt.

🧬 Warum ist das so?

  • Zeitdruck und Ressourcenmangel in der Pädiatrie
  • Fehlende standardisierte Protokolle zur Ototoxizitätsüberwachung
  • Unterschätzung des Risikos bei lokal oder kurzzeitig verabreichten Antibiotika
  • Mangelnde Schulung in Pharmakotoxikologie im Medizinstudium

🩺 Was wäre ideal?

  • Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) bei Hochrisiko-Antibiotika
  • Regelmäßige Audiometrie bei Kindern unter Aminoglykosid- oder Vancomycin-Therapie
  • Dokumentierte Risikoaufklärung vor Therapiebeginn
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit HNO-Ärzten und Pharmakologen

🧭 Fazit

Viele Kinderärzte kennen die Grundrisiken, aber nicht alle sind mit den neuesten Erkenntnissen und Präventionsstrategien vertraut. Das bedeutet: Eltern, Pflegepersonal und medizinische Fachkräfte sollten gezielt nachfragen, wenn solche Medikamente verordnet werden – besonders bei Gentamicin, Streptomycin oder Vancomycin.

Checkliste für den Arztbesuch, wenn deinem Kind ein potenziell ototoxisches Antibiotikum (z. B. Gentamicin, Streptomycin, Vancomycin) verschrieben wird:

Checkliste: Fragen zur Sicherheit bei ototoxischen Antibiotika

Vor Therapiebeginn

  • Warum wurde dieses Antibiotikum gewählt?
    • Gibt es Alternativen mit geringerem Risiko?
  • Ist das Medikament bekannt für mögliche Hör- oder Gleichgewichtsschäden?
    • Gehört es zur Gruppe der Aminoglykoside oder Glykopeptide?

🎧 Gehörschutz & Monitoring

  • Wird das Gehör meines Kindes während oder nach der Therapie überprüft?
    • Audiometrie oder andere Tests geplant?
  • Wie erkenne ich erste Anzeichen von Hörverlust oder Schwindel?
    • Worauf soll ich als Elternteil achten?

Dosierung & Dauer

  • Wie lange soll das Medikament gegeben werden?
    • Besteht ein erhöhtes Risiko bei längerer Anwendung?
  • Wird die Blutkonzentration des Medikaments überwacht?
    • Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)?

Kombination mit anderen Medikamenten

  • Erhält mein Kind weitere Medikamente, die das Risiko erhöhen könnten?
    • Z. B. Cisplatin, Furosemid, andere Antibiotika?

Aufklärung & Dokumentation

  • Wurde ich über mögliche Nebenwirkungen schriftlich informiert?
    • Gibt es ein Merkblatt oder eine Einverständniserklärung?

Bonus-Tipp

Du kannst den Arzt auch bitten, die FDA-Kennzeichnung (Package Insert) oder die DailyMed-Informationen zum Medikament zu zeigen – dort sind alle Risiken transparent aufgeführt.

Hier ist die Checkliste als übersichtliche Tabelle, ideal zum Mitnehmen zum Arztgespräch:

Checkliste für den Arztbesuch bei ototoxischen Antibiotika

Frage/ThemaWorum geht es?Warum wichtig?
Warum dieses Antibiotikum?Gehört es zu Aminoglykosiden oder Glykopeptiden? Gibt es Alternativen?Vermeidung unnötiger Risiken
Ototoxizität bekannt?Ist Hörverlust oder Schwindel als Nebenwirkung dokumentiert?Risikoabschätzung
Gehörüberwachung geplant?Wird eine Audiometrie oder ein Hörtest durchgeführt?Früherkennung von Schäden
Symptome erkennen?Worauf sollen Eltern achten (z. B. Tinnitus, Gleichgewichtsstörungen)?Schnelles Handeln bei Nebenwirkungen
Therapiedauer und Dosierung?Wie lange und in welcher Dosis wird das Medikament gegeben?Risiko steigt mit Dauer und Dosis
Therapeutisches Drug Monitoring (TDM)?Wird die Blutkonzentration des Medikaments regelmäßig kontrolliert?Vermeidung toxischer Spiegel
Kombination mit anderen Medikamenten?Gibt es Wechselwirkungen mit anderen ototoxischen Substanzen?Verstärkung der Nebenwirkungen möglich
Schriftliche Aufklärung erhalten?Gibt es ein Merkblatt oder eine Einverständniserklärung?Transparenz und Dokumentation
Zugang zu offiziellen Informationen?Kann der Arzt die FDA-Kennzeichnung oder DailyMed-Daten zeigen?Vertrauen durch Offenlegung

👇Neomycin Package Insert Black Box Warning👇

https://dailymed.nlm.nih.gov/dailymed/lookup.cfm

Die Website DailyMed ist eine offizielle Plattform der U.S. National Library of Medicine (NLM) und bietet zugang zu den aktuellsten Arzneimittelinformationen, die von Herstellern an die U.S. Food and Drug Administration (FDA) übermittelt wurden.

Neomycin trägt eine Black Box Warning – die strengste Warnstufe der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA. Diese Warnung ist in der offiziellen Package Insert für Neomycin Sulfate enthalten.

Neomycin – Black Box Warning (Zusammenfassung)

Die Warnung betrifft mehrere schwerwiegende Risiken:

Neurotoxizität

  • Einschließlich Ototoxizität (Hörschäden) und vestibulärer Toxizität (Gleichgewichtsstörungen)
  • Kann auch bei empfohlener Dosierung auftreten
  • Hörverlust kann dauerhaft und beidseitig sein
  • Symptome treten oft erst nach Therapieende auf

Nephrotoxizität

  • Nierenschäden sind möglich, besonders bei:
    • Höherer Dosierung
    • Längerer Anwendung
    • Vorbestehender Nierenfunktionsstörung

Neuromuskuläre Blockade & Atemlähmung

  • Besonders gefährlich bei gleichzeitiger Gabe von:
    • Anästhetika
    • Muskelrelaxanzien (z. B. Tubocurarin, Succinylcholin)
    • Massivtransfusionen mit citrathaltigem Blut

Wechselwirkungen

  • Verstärkte Toxizität bei Kombination mit anderen aminoglykosiden Antibiotika oder neuro-/nephrotoxischen Substanzen:
    • Bacitracin, Cisplatin, Vancomycin, Amphotericin B, Polymyxin B, Colistin, Viomycin
    • Auch Diuretika wie Furosemid oder Ethacrynsäure erhöhen das Risiko

Fazit

Die Black Box Warning für Neomycin macht deutlich, dass dieses Antibiotikum nur unter strenger medizinischer Überwachung eingesetzt werden sollte – insbesondere bei oraler Anwendung. Die Risiken sind ernsthaft und potenziell irreversibel, weshalb eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich ist.

Informationen zu Impfstoffen und Nebenwirkungen

DailyMed stellt für jede zugelassene Arznei – einschließlich Impfstoffen – die vollständige Produktkennzeichnung bereit. Diese enthält:

📄 Inhalte der Arzneimittelkennzeichnung („Labeling“)

  • Wirkstoffe und Hilfsstoffe (Exzipienten)
  • Indikationen (wofür das Medikament eingesetzt wird)
  • Dosierung und Anwendung
  • Kontraindikationen (wann es nicht verwendet werden sollte)
  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
  • Nebenwirkungen (Adverse Reactions) – inklusive:
    • Häufige und seltene Nebenwirkungen
    • Daten aus klinischen Studien
    • Post-Marketing-Erfahrungen
  • Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
  • Informationen für Patienten und medizinisches Personal
  • Lagerung und Handhabung

Wie finde ich Informationen zu Impfstoffen?

Du kannst auf DailyMed gezielt nach Impfstoffen suchen, z. B.:

  • „MMR II“ (Masern-Mumps-Röteln)
  • „Gardasil“ (HPV-Impfstoff)
  • „Comirnaty“ (COVID-19 mRNA-Impfstoff von Pfizer-BioNTech)
  • „Fluzone“ (Grippeimpfstoff)

Oder du nutzt die NDC-Nummer (National Drug Code), falls bekannt.

⚠️ Nebenwirkungen und Risikobewertungen

DailyMed enthält auch Informationen zu:

  • Risk Evaluation and Mitigation Strategies (REMS) – spezielle Maßnahmen zur Risikominimierung
  • Meldung von Nebenwirkungen – über die Funktion „Report Adverse Events“

Fazit

DailyMed ist eine verlässliche und transparente Quelle für medizinische Fachkräfte, Patienten und Forscher, um sich über die Zusammensetzung, Wirkung und Risiken von Arzneimitteln und Impfstoffen zu informieren.

Vaccine Database Summary Ingredients👇

Vaccine Excipient Summary-Excipients Included in U.S. Vaccines, by Vaccine

Das Gesundheitsministerium von Oregon stellt in dem verlinkten PDF-Dokument eine umfassende Übersicht über die sogenannten „Exzipienten“ bereit – also die Hilfsstoffe, die in US-amerikanischen Impfstoffen enthalten sind, neben den eigentlichen Wirkstoffen (Antigenen).

🧪 Was sind Exzipienten?

Exzipienten sind nicht-wirksame Bestandteile eines Impfstoffs, die verschiedene Funktionen erfüllen:

  • Konservierung (z. B. Thimerosal)
  • Verstärkung der Immunantwort (Adjuvanzien wie Aluminiumverbindungen)
  • Stabilisierung (z. B. Gelatine, Zucker)
  • Rückstände aus der Herstellung (z. B. Zellkulturmaterial, Antibiotika, Formaldehyd)

📋 Was enthält die Tabelle?

Die Tabelle listet für jede Impfstoffart die enthaltenen Exzipienten auf – darunter:

ImpfstoffBeispielhafte Exzipienten
Masern-Mumps-Röteln (MMR)Neomycin, Gelatine, Sorbitol, rekombinantes Albumin
Influenza (Grippe)Formaldehyd, Thimerosal, Ovalbumin, Polysorbate 80
Varizellen (Windpocken)MRC-5-Zellen, Gelatine, Glutamat, Neomycin
Hepatitis A/BAluminiumhydroxid, Formaldehyd, Aminosäuren, Polysorbate
HPV (Gardasil)Aluminiumhydroxyphosphat, Polysorbate 80, Hefeprotein
RotavirusZellkulturmedien, Sorbitol, Xanthan, DNA-Spuren von Porzinen

Die Angaben stammen aus den offiziellen Herstellerinformationen (Package Inserts) und sind auf dem Stand von Januar 2019.

🔗 Weitere Quellen

  • Die Tabelle verweist auf die FDA-Webseite für aktuelle Produktinformationen.
  • Eine ergänzende Übersicht nach Exzipient (nicht nach Impfstoff) bietet das Institute for Vaccine Safety der Johns Hopkins University.

🧭 Fazit

Das Dokument bietet eine transparente Auflistung der Zusatzstoffe in US-Impfstoffen, um:

  • Verbraucher und medizinisches Personal zu informieren
  • Vertrauen durch Offenlegung zu fördern
  • Allergien oder Unverträglichkeiten besser einschätzen zu können

Hier der Facebook-Post durch weclchen ich auf das Thema aufmerksamt geworden bin

Konkrete Situationen – z. B. bei Mukoviszidose, Sepsis oder stationärer Behandlung auf Anfrage